Phishing-Mails, gehackte Konten, Identitätsdiebstahl – die digitale Bedrohung wächst. Immer mehr Versicherer bieten Cyber-Policen für Privatpersonen an. Brauchen Sie das wirklich? Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an.
Was deckt eine private Cyberversicherung?
| Leistung | Beschreibung |
|---|---|
| Identitätsdiebstahl | Kosten für Wiederherstellung der Identität, Rechtsberatung |
| Online-Betrug | Erstattung bei Fake-Shops, Phishing |
| Cybermobbing | Psychologische Beratung, Löschung von Inhalten |
| Datenverlust | Datenrettung bei Ransomware |
| Urheberrechtsverletzung | Abmahnkosten bei versehentlichen Verstössen |
| Missbrauch von Zahlungsmitteln | Kreditkartenbetrug, gehacktes Online-Banking |
Kosten und Anbieter
Private Cyberversicherungen kosten zwischen 3 und 15 Euro pro Monat. Einige Anbieter koppeln den Cyberschutz an bestehende Haftpflicht- oder Hausratpolicen – oft günstiger als ein separater Vertrag.
Lohnt sich eine Cyberversicherung?
Sinnvoll für:
- Familien mit Kindern (Cybermobbing-Schutz)
- Personen mit umfangreicher Online-Präsenz
- Menschen, die regelmässig online einkaufen
- Wer bereits Opfer von Online-Betrug wurde
Weniger relevant für:
- Technikaffine Personen mit guter eigener IT-Sicherheit
- Personen mit minimaler Online-Aktivität
- Wenn Kreditkarte und Bank bereits guten Schutz bieten
Häufig gestellte Fragen
Ist Online-Banking-Betrug nicht schon durch die Bank abgedeckt?
Teilweise. Banken haften bei unautorisiertem Zugriff, aber bei Fahrlässigkeit (z.B. PIN weitergegeben) kann die Bank die Haftung ablehnen. Die Cyberversicherung springt dann ein.
Gibt es Überschneidungen mit der Haftpflicht?
Ja, einige Haftpflichtversicherungen decken bereits Datenschutzverletzungen und Urheberrechtsfragen ab. Prüfen Sie Ihren bestehenden Vertrag, bevor Sie eine separate Cyberpolice abschliessen.
Mehr: Elementarversicherung und Hausrat.