Ein Arbeitsrechtsstreit kostet schnell 5.000-15.000 Euro, ein Mietrechtsverfahren 3.000-8.000 Euro. Wer sich das nicht aus eigener Tasche leisten kann oder will, braucht eine Rechtsschutzversicherung. Aber nicht jeder Tarif passt zu jedem.
Die Bausteine der Rechtsschutzversicherung
| Baustein | Deckt ab | Für wen? |
|---|---|---|
| Privat-Rechtsschutz | Vertragsstreitigkeiten, Schadenersatz | Jeden |
| Berufs-Rechtsschutz | Arbeitsrecht, Kündigung, Abmahnung | Angestellte |
| Verkehrs-Rechtsschutz | Unfälle, Bußgeld, Führerscheinentzug | Autofahrer |
| Miet-Rechtsschutz | Mieterhöhung, Kündigung, Nebenkosten | Mieter |
Kosten und Selbstbeteiligung
Kombi-Tarife (Privat+Beruf+Verkehr+Miet): 200-350 Euro/Jahr. Einzelbausteine: 80-150 Euro/Jahr. Selbstbeteiligung von 150-250 Euro senkt die Prämie und filtert Bagatellstreitigkeiten.
Wartezeiten beachten
Die meisten Tarife haben 3 Monate Wartezeit. Streitigkeiten, deren Ursache in die Wartezeit fällt, sind nicht versichert. Ausnahme: Verkehrs-Rechtsschutz (oft ohne Wartezeit) und Straf-Rechtsschutz.
Wann lohnt sich die Rechtsschutzversicherung?
- Angestellte: Arbeitsrechtsstreitigkeiten sind häufig und teuer – der Berufs-Rechtsschutz lohnt sich fast immer
- Mieter: Streit mit Vermieter kommt regelmäßig vor – Miet-Rechtsschutz empfehlenswert
- Vielfahrer: Verkehrs-Rechtsschutz als günstiger Einzelbaustein sinnvoll
- Eigenheimbesitzer: Weniger relevant, da kein Mietrecht – Privat-Rechtsschutz reicht oft
Häufig gestellte Fragen
Zahlt die Rechtsschutz auch bei Verlust des Prozesses?
Ja, die eigenen Anwalts- und Gerichtskosten werden übernommen. Die gegnerischen Kosten, die Sie bei Verlust tragen müssen, sind ebenfalls gedeckt.
Kann der Versicherer die Deckung ablehnen?
Ja, wenn der Fall keine Erfolgsaussicht hat (Stichentscheid) oder unter einen Ausschluss fällt (z.B. vorsätzliche Straftat, Baurecht, Kapitalanlagerecht).
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